Medieninformationen

04.04.2019 - Medienmitteilung

Zwei Sommer ohne Flüge der JU-AIR

Dübendorf, 4. April 2019. Die JU-AIR revidiert ihre drei historischen JU-52 so umfassend, dass sie technisch gesehen wieder wie neuwertige Flugzeuge in Dienst gestellt werden können. Zahlreiche Teile werden vorsorglich ersetzt und müssen dazu neu hergestellt werden. Der Flugbetrieb der JU-AIR wird deshalb bis Frühling 2021 ausgesetzt. Bereits ausgestellte Gutscheine für Flüge behalten ihre Gültigkeit.

 

Die drei historischen JU-52 der JU-AIR werden einer kompletten Grundüberholung unterzogen. Dabei werden sämtliche Systeme und Einzelteile der Flugzeuge so geprüft und revidiert, dass sie als sicher für eine bestimmte, erneute Betriebszeit zertifiziert werden können. Die Flugzeuge gelten danach als technisch so gut wie neuwertig.

 

Zahlreiche tragende Teile an Flügeln, Rumpf, Fahrwerk, Leitwerken und Steuerflächen sowie Teile der Motoren und Treibstoffsysteme werden bei der Überholung vorsorglich durch neue Teile ersetzt. Da neue Teile für die historischen JU-52 nicht mehr erhältlich sind, müssen sie von dazu zertifizierten Zulieferern in aufwändiger Einzelfertigung neu hergestellt werden. Dies führt dazu, dass die Totalrevision eines Flugzeuges voraussichtlich mehr als 20 Monate dauern wird. Die JU-52 der JU-AIR werden deshalb erst im Frühling 2021 wieder abheben können.

Bisher hatte die JU-AIR beabsichtigt, die Totalrevision eines ihrer Flugzeuge erst im Herbst 2019 zu beginnen, um es im kommenden Sommer wieder betreiben zu können. Von diesem Vorhaben nimmt die JU-AIR nun Abstand, da der zusätzliche Aufwand für eine provisorische Wiederinbetriebnahme zu gross geworden wäre. Diese Mittel werden nun in die Revision investiert.

Investition in die Zukunft

Die Totalrevision der Flugzeuge wird derzeit von Ingenieuren der JU-AIR zusammen mit externen Fachleuten und Unternehmen detailliert geplant. Das Programm wird dann dem Bundesamt für Zivilluftfahrt zur Prüfung vorgelegt und nach dessen Vorgaben umgesetzt. Details zur Totalrevision können noch keine bekannt gegeben werden. Die JU-AIR wird darüber erneut informieren.

«Wir investieren in die Sicherheit und die Zukunft der JU-AIR. Die Totalrevision macht unsere Flugzeuge fit für einen erneuten, langfristigen Betrieb. Zudem wird sie helfen, allfällige Zweifel an der Sicherheit der JU-52 auszuräumen», sagt CEO Kurt Waldmeier. «Natürlich bedauern wir, dass unsere zahlreichen Fans nun zwei Sommer keine JU-52 am Himmel sehen werden. Die Gutscheine für Rundflüge werden automatisch verlängert und behalten so ihre Gültigkeit.»

Unterstützung aus Verein und Bevölkerung

Die JU-AIR ist ein Teil des Vereins der Freunde der Schweizerischen Luftwaffe (VFL), der rund 7'000 Mitglieder zählt. Sie verfügt über eine Flotte von drei historischen JU-52: Die in Dübendorf stationierten HB-HOP und HB-HOS sind beide 80 Jahre alt. Sie wurden 1939 an die Schweizer Luftwaffe abgeliefert und waren bis im vergangenen November im Flugbetrieb. Die HB-HOY ist ein CASA-Lizenzbau aus dem Jahr 1949. Sie war bis 2016 in der Flotte der JU-AIR und wurde seither in Mönchengladbach ausgestellt.

«Die JU-AIR hat seit mehr als 30 Jahren finanzielle Rückstellungen für ausserordentliche Lagen gebildet. Nun unterstützen uns der Verein und seine Mitglieder, aber auch viele Private ideell und auch finanziell», sagt Kurt Waldmeier. «Ohne diese Unterstützung wären Investitionen in diesem Umfang nicht möglich. Allen unseren Unterstützern gebührt ein herzliches Dankeschön!»


Nach wie vor ist unklar, was am 4. August 2018 zum Absturz einer JU-52 bei Flims geführt hat. Die Untersuchung des tragischen Unglücks hat jedoch keine Hinweise darauf ergeben, dass eine technische Ursache zum Absturz beigetragen hätte. Die nun beginnenden Totalüberholungen stehen nicht im Zusammenhang mit dem Unfall.

 

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Christian Gartmann, Beauftragter Kommunikation
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12.03.2019 Medienmitteilung JU-Air investiert in ihre Zukunft

Die JU-AIR fliegt weiter – und restauriert alle drei Flugzeuge komplett

Dübendorf, 12. März 2019. Die JU-AIR investiert in ihre Zukunft und hat mit der kompletten Restaurierung ihrer drei historischen Junkers JU-52 begonnen. Für den Sommer 2019 strebt sie einen reduzierten Flugbetrieb mit einer Maschine an. Die Untersuchung der beiden gegroundeten Maschinen ergab keine sicherheitsrelevanten Mängel. Derweil stellt das Bundesamt für Zivilluftfahrt eine neue rechtliche Basis für den Flugbetrieb in Aussicht.

 

 

Die JU-AIR bereitet sich auf einen langfristigen Weiterbetrieb ihrer drei historischen Junkers JU-52 vor und investiert in deren Zukunft. Dazu werden die heute 70 und 80 Jahre alten Flugzeuge komplett demontiert und grundüberholt. Für die umfassendsten Revisionsarbeiten in der 36-jährigen Geschichte der JU-AIR muss der Flugbetrieb im Sommer 2019 und 2020 reduziert werden.


Für den Sommer 2019 ist vorgesehen, nur ein Flugzeug einzusetzen. Es handelt sich dabei um die HB-HOS, welche seit November zusätzlich zur Jahreswartung auch umfassenden Korrosionsuntersuchungen unterzogen wurde. Mit neuen, hochauflösenden Boroskopkameras konnten die Flügelholme und auch kleinste Hohlräume in Flügeln, Leitwerken und Rumpf ausgeleuchtet und untersucht werden.


Ein auf Materialprüfung spezialisiertes Institut durchleuchtete zusätzlich sämtliche Verbindungspunkte innerhalb der Flügel. Dieses auf Röntgenstrahlen basierende Verfahren ist für die JU-52 neu und musste zuerst eingehend getestet und kalibriert werden. Die Untersuchungen zogen sich deshalb länger hin als ursprünglich vorgesehen.

 

Keine sicherheitsrelevanten Mängel

Die Analysen der Untersuchungen stehen kurz vor dem Abschluss. Die optischen und boroskopischen Untersuchungen, die Röntgenaufnahmen und die Expertisen von Materialwissenschaftlern und Experten für Strukturen und Motoren ergaben bisher keine Hinweise auf sicherheitsrelevante Mängel beim Flugzeug HB-HOS. Sofern keine solchen Mängel auftauchen, wird die JU-AIR beim Bundesamt für Zivilluftfahrt ein Gesuch für den Flugbetrieb 2019 einreichen. Durch die Verzögerungen bei den Untersuchungen kann die Aufnahme des Flugbetriebs der HB-HOS aber nicht vor Ende Mai erfolgen.


Die JU-AIR hat die zusätzliche Untersuchungszeit dazu genutzt, die Generalüberholung der HB-HOS zu beginnen. Bis zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs wird sie eine neue elektrische Verkabelung, ein überarbeitetes Cockpit, ein erneuertes Treibstoffsystem und eine neue Kabine erhalten. Im Jahr 2020 wird die Maschine dann in ihre Baugruppen zerlegt und die Flügel werden bei einem Spezialunternehmen generalüberholt.


Bei der Schwestermaschine HB-HOP wird dieses Procedere bereits in diesem Sommer durchgeführt; sie war schon im vergangenen November demontiert worden. Bis in einem Jahr wir sie wieder einsatztauglich sein und den Flugbetrieb 2020 sicherstellen.

 

Investition in die Sicherheit

Die zehn Jahre jüngere HB-HOY, ein Casa-Lizenzbau aus dem Jahr 1949, bleibt bis auf weiteres in Mönchengladbach ausgestellt und wird vorerst nicht geflogen. Vertragliche Vereinbarungen lassen einen Abzug der jüngsten Maschine der JU-AIR im Moment nicht zu. So bald die HB-HOY in die Schweiz geholt werden kann, wird auch sie generalüberholt.


Die Generalüberholung der drei Maschinen steht in keinem direkten Zusammenhang mit dem Absturz der HB-HOT im vergangenen August; sie ist eine freiwillige Investition in die Sicherheit und die Werterhaltung der Flugzeuge. Die Tragödie und die darauf entstandene Unsicherheit über Ursachen und behauptete Mängel am Unfallflugzeug haben die JU-AIR aber veranlasst, die drei Flugzeuge umfassend zu überholen.


Nach wie vor gibt es keine Hinweise darauf, dass eine technische Ursache zum Unfall der HB-HOT geführt hätte. Die im vergangenen November öffentlich diskutierten Schäden am Unfallflugzeug sind laut Unfalluntersuchungsstelle SUST allesamt keinerlei Ursache für den Unfall.

 

Neuer rechtlicher Rahmen für den Flugbetrieb

Das Bundesamt für Zivillufthart hat der JU-AIR in einem Schreiben mitgeteilt, dass es den Betrieb der JU-52 auf eine neue, rechtliche Grundlage stellen will. Da die Hersteller von Flugzeug und Motoren nicht mehr existieren, verlangt das BAZL unter anderem die Schaffung einer Organisation aus mehreren Fachstellen, welche den künftigen Unterhalt der Flugzeuge regeln und überwachen kann.


Für die JU-AIR geniesst die Sicherheit des künftigen Flugbetriebs oberste Priorität. Sie ist solide finanziert, sowie bereit und in der Lage, die verlangte Organisation zur Gewährleistung eines künftigen Flugbetriebs zu errichten und die dazu nötigen externen Fachleute und -organisationen zu verpflichten.


Die Abklärungen und der Verwaltungsaufwand für solche Änderungen sind erfahrungsgemäss auf allen Seiten beträchtlich und werden im Minimum mehrere Monate dauern. In der Zwischenzeit ist der JU-AIR eine Übergangsregelung zu gewähren, die einen sicheren Flugbetrieb ermöglicht, während die administrativen Arbeiten abgeschlossen werden.


Medienmitteilung der JU-Air vom 20.11.2018

 

Keine Hinweise auf technische Gründe für Absturz der JU-52 bei Flims

Dübendorf, 20. November 2018. Die Untersuchung zur Ursache des Absturzes einer JU-52 der JU-Air bei Flims hat bisher keine Hinweise auf ein technisches Versagen des Flugzeuges ergeben. Die JU-Air hat ihren Sommerflugbetrieb beendet und unterzieht ihre Flugzeuge bis im Frühling einer eingehenden Kontrolle und Wartung. Für 2019 ist die Wiederinbetriebnahme einer dritten JU-52 vorgesehen.


Dreieinhalb Monate nach dem Absturz einer JU-52 der JU-Air bei Flims hat die Unfalluntersuchungsstelle SUST einen technischen Zwischenbericht veröffentlicht. Die Untersuchung hat keinerlei Hinweise ergeben, dass ein technisches Problem zum Unfall geführt hätte. So führte das Flugzeug genügend Treibstoff mit und alle drei Motoren liefen mit hoher Drehzahl. Der Abschluss der Untersuchung wird nicht vor dem kommenden Spätsommer erwartet. Die JU-Air dankt der SUST für die bisher geleistete, speditive und gründliche Untersuchungsarbeit und wird die weiteren Untersuchungen nach Kräften unterstützen.


An einem zerstörten Flügel des Unfallflugzeuges wurden Korrosionsschäden entdeckt, die laut SUST aber keine Absturzursache sind. Bis diese Schäden genau untersucht sind und sichergestellt ist, dass die anderen Flugzeuge keine solchen Schäden aufweisen, müssen zwei der Flugzeuge der JU-Air, welche punkto Hersteller und Alter dem Unfallflugzeug entsprechen, vorübergehend am Boden bleiben. Die JU-Air ist mit diesem vorübergehenden Grounding einverstanden. Nach dem Abschluss des Sommerflugbetriebs befinden sich die beiden betroffenen Flugzeuge ohnehin bereits in Dübendorf zur umfassenden Jahreswartung. Es ist vorgesehen, den Flugbetrieb der JU-Air wie geplant im Frühling 2019 wieder aufzunehmen.

 

Wiederinbetriebnahme einer dritten JU-52

Die JU-Air will im kommenden Sommerhalbjahr wieder eine Dritte JU-52 in ihre Flotte aufnehmen. Die Vorbereitungsarbeiten an der zurzeit in Mönchengladbach abgestellten JU-52 mit dem Kennzeichen HB-HOY sind so weit abgeschlossen, dass das Flugzeug zu einer Strukturüberholung nach Dübendorf überflogen werden kann. Die entsprechenden Bewilligungen werden derzeit beantragt.


Bei der HB-HOY handelt es sich um einen Lizenzbau der JU-52 aus den spanischen CASA-Werken, der 10 Jahre jünger ist als die anderen JU-52 der JU-Air. Da die HB-HOY in Alter und Hersteller nicht dem Unfallflugzeug entspricht und zudem 1991 bis 1996 generalüberholt wurde, ist sie vom erwähnten Grounding nicht betroffen.

 

Programm zur Weiterentwicklung der Wartung

Der beim Unfallflugzeug nun entdeckte Schaden ist keine Absturzursache. Er betrifft eines von acht Holmrohren des linken Flügels und liegt an einem Ort, wo er trotz sorgfältiger Inspektion mit den bisherigen Untersuchungsmitteln nicht entdeckt werden konnte. Er trat erst zutage, als das Flugzeug beim Absturz total beschädigt wurde. Die JU-Air hat bereits ein Projekt gestartet, um sicherzustellen, dass ihre anderen Flugzeuge keine Schäden aufweisen, wie sie bei der Unfallmaschine vorgefunden wurden. Sie wird dabei wie bisher eng mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zusammenarbeiten.


Seit 2011 betreiben die JU-Air, das BAZL und die Luftfahrtsparte der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ein Programm zur langfristigen Wartung von alternden Flugzeugen. Dieses umfasst auch die Weiterentwicklung der Überwachung von Korrosion und Materialermüdung.

Kontakt JU-Air
Christian Gartmann, Beauftragter Kommunikation
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JU-AIR nimmt den Flugbetrieb wieder auf

Dübendorf, 17. August 2018. Nach einer freiwilligen Pause hat die JU-AIR am Freitag mit einem Flug nach Deutschland ihren Flugbetrieb wieder aufgenommen. Sie hat sämtliche Auflagen des Bundesamts für Zivilluftfahrt erfüllt und selber zusätzliche Massnahmen durchgeführt, um den sicheren Flugbetrieb zu garantieren. Zu Beginn des ersten Flugtages wurde eine Schweigeminute abgehalten und die Flugzeuge trugen einen Trauerflor.

«Am 4. August hat für die JU-AIR eine neue Zeitrechnung begonnen», eröffnete CEO Kurt Waldmeier nach einer Schweigeminute die Medienkonferenz. «Wenn wir ab heute auf die Geschichte der JU-AIR zurückblicken, dann werden wir immer an die 17 Passagiere und an unsere drei Crewmitglieder denken, die wir auf so tragische Weise verloren haben.»

 

Die JU-AIR habe die Zeit der Flugbetriebsunterbrechung genutzt, um sich intensiv um ihre Mannschaft und die beiden verbliebenen Flugzeuge zu kümmern. «Seit dem Unfall rede ich sehr viel mit unserem Team. Ich weiss deshalb sicher, dass unsere Fachleute in der Technik und in den Flugzeugen bereit sind. Unsere JU-52 sind sicher und unser Flugbetrieb ist es auch.»

Auch mit Angehörigen der verunfallten Crew und der Passagiere führte Waldmeier viele Gespräche. Angehörige hätten den freiwilligen Betriebsunterbruch gelobt, sagte Waldmeier. Nicht zuletzt aus ihren Kreisen sei die JU-AIR auch ermuntert worden, wieder zu fliegen.

«Fit to Fly»
Am Donnerstag hatte das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL eine Reihe von Massnahmen publiziert, die zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs umgesetzt werden mussten. «Wir haben alles umgesetzt – schliesslich hatten wir das Meiste sogar selber vorgeschlagen», sagte Chefpilot Andreas Pfisterer dazu. «Solange man nicht weiss, was zum Unfall unseres Flugzeuges geführt hat, ist es gut, an den geeigneten Stellen eine zusätzliche Sicherheitsmarge einzufügen.»

JU-AIR Technikchef Andreas Züblin erläuterte die intensive Wartung der fast 80 Jahre alten Flugzeuge. «Wir prüfen in genau festgelegten Zyklen alle wichtigen Teile des Flugzeuges und haben in den vergangenen Tagen zusätzliche Kontrollen durchgeführt. Dabei sind keine Besonderheiten zutage getreten. Unsere beiden JU-52 sind ohne Einschränkung „fit to fly“.»

«Historische, ehemalige Militärflugzeuge stellen beim langfristigen Unterhalt besondere Anforderungen», erläuterte JU-AIR-Ingenieur Tobias Koch. Zusammen mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt, der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und anderen Betreibern von militärischen Oldtimern treibt die JU-AIR deshalb das Forschungsprogramm «Ageing Aircraft» (alternde Flugzeuge) voran. Ziel des Projekts ist es, langfristige Instandhaltungsprogramme für diese speziellen Maschinen zu entwickeln. Die Technik der JU-AIR geniesst in diesem Gebiet international ein sehr hohes Ansehen.

Flugzeuge mit Trauerflor
Die Trauer um die 20 Opfer des Unfalls ist in Dübendorf am ersten Flugtag spür- und sichtbar. Die beiden Flugzeuge tragen einen Trauerflor. Am Donnerstag Abend hatten rund 140 Angehörige der verunfallten Crew und Freiwillige aus dem Corps der JU-AIR an einer Gedenkfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes teilgenommen.

Um 16 Uhr wird eine der Maschinen Richtung Bensheim in Deutschland abheben. Sie wird von Chefpilot Andreas Pfisterer und dem deutschen Kapitän Uwe Schmuck geflogen. Der für 18.30 Uhr geplante, einstündige Rundflug musste wegen vorhergesagter Gewitter abgesagt werden.


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JU-AIR begrüsst Auflagen des BAZL – und erfüllt sie Meldung vom 16.8.18


Die JU-AIR hat die vorsorglichen Auflagen des Bundesamts für Zivilluftfahrt für eine Wiederaufnahme ihres Flugbetriebs zustimmend zur Kenntnis genommen und wird sie vollumfänglich erfüllen. Die Auflagen basieren zu einem grossen Teil auf Vorschlägen, welche die JU-AIR selbst dem Bundesamt gemacht hatte. Der Flugbetrieb wird am Freitag, 17. August wieder aufgenommen.

«Da es noch keine konkreten Hinweise auf die Unfallursache gibt, ist es richtig, sich Gedanken über vorsorgliche, zusätzliche Sicherheitsmargen zu machen. Das haben wir getan und dem BAZL entsprechende Vorschläge gemacht», erklärt Kurt Waldmeier, CEO der JU-AIR. «Das BAZL hat sie geprüft, ergänzt und als Auflagen erlassen. Wir begrüssen das rasche Handeln des Bundesamts und werden die Auflagen ohne Ausnahme erfüllen.» Weitere Informationen an der Pressekonferenz vom 17.8.18, siehe unten.


JU-AIR nimmt Flugbetrieb wieder auf, Meldung vom 14.8.18


Einladung zur Medienkonferenz in Dübendorf


Nach dem Unfall einer Ju-52 der JU-AIR vom 4. August hat die JU-AIR ihren Flugbetrieb freiwillig ausgesetzt. Er wird am Freitag, 17. August wieder aufgenommen.
Vor dem ersten Flug gibt die JU-AIR den Medien Einblick in den Flugbetrieb, die Technik und die seit dem Unfall getroffenen Massnahmen um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.

Wir laden Sie ein zu einer Medienorientierung
- Freitag, 17. August 2018, 11.00 Uhr
- JU-AIR, AIRFORCE CENTER, Ueberlandstrasse 271, 8600 Dübendorf

Es geben Auskunft
- Kurt Waldmeier, CEO, JU-AIR
- Andreas Pfisterer, Chefpilot, JU-AIR
- Andreas Züblin, Chef Technik, JU-AIR
- Tobias Koch, Projektleiter «Ageing Aircraft», JU-AIR

Aus organisatorishen Gründen bitten wir Sie um eine kurze Anmeldung per E-Mail (christian@gartmann.biz) bis Donnerstagmittag.

Rückfragen
JU-AIR
Christian Gartmann, Sprecher
079 355 78 78


Zum Gedenken: HB-HOT

Beim Unfall unserer JU-52 HB-HOT sind am 4. August 2018 alle Insassen ums Leben gekommen.
Wir sind tief traurig und denken an unsere Passagiere, unsere Crew und alle Ihre Familien und Freunde.

Ruedi Johner, Kapitän

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Yvonne Blumer, Flugbegleiterin

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Peter Merz, Kapitän

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Wiederaufnahme des Flugbetriebs der JU-AIR am 17. August, Meldung vom 8.8.18

 

Beim Unfall einer Ju-52 der JU-Air vom 4. August sind 17 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das Team der JU-Air ist tief traurig und denkt an die Passagiere, die Crew und Familien und Freunde der Verunglückten.

 

Die JU-AIR hat ihren Flugbetrieb sofort freiwillig ausgesetzt, um den Verunfallten sowie ihren Angehörigen und Freunden ihren Respekt zu zeigen und den Teams der JU-AIR Zeit zu geben, mit der Verarbeitung des Unglücks zu beginnen.

 

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat erklärt, dass es keine Gründe gebe, die JU-52 der JU-AIR nicht fliegen zu lassen. Auch die bisher bekannten Erkenntnisse der Untersuchungsstelle SUST geben keinen Anlass, an der Betriebssicherheit unserer Flugzeuge zu zweifeln. Die JU-AIR hat deshalb entschieden, den Flugbetrieb am Freitag, 17. August wieder aufzunehmen. Sollte die Untersuchung Erkenntnisse liefern, welche die Sicherheit des Flugbetriebs in Frage stellen, würde dieser umgehend wieder ausgesetzt.  

 

Bereits gekaufte Tickets und Fluggutscheine behalten ihre Gültigkeit. Durch den Ausfall eines unserer Flugzeuge kann es aber zu Verschiebungen oder Annulationen von Flügen kommen. Sollte ein Flug nicht durchgeführt werden können, werden die Passagiere durch JU-AIR kontaktiert.

 

Aktuelle Informationen über den Flugbetrieb erhalten Sie laufend unter 044 824 55 00 oder hier auf dieser Website.

 


Medieninformation der JU-AIR zum Unfall der JU-52 der JU-AIR vom 4. August

Flims/Dübendorf, 5. August 2018. Beim Unfall einer JU-52 der JU-AIR vom Samstag, 4. August wurden alle Insassen des historischen Flugzeugs getötet. Die Maschine war 79 Jahre alt und wurde zuletzt Ende Juli gewartet worden. Beide Piloten waren äusserst erfahren. Die JU-AIR gedenkt der Unfallopfer und ihrer Angehörigen und Freunde.

 

«Der 4. August 2018 ist der schwarze Tag in der Geschichte der JU-AIR», sagte Gründer und CEO der JU-AIR, Kurt Waldmeier, am Sonntag vor den Medien in Flims (GR). «Wir sind tief traurig über den Unfall und denken an die 17 Passagiere, unsere drei Crewmitglieder und an die Familien und Freunde der Verunglückten. Wir sprechen ihnen unser tief empfundenes, herzliches Beileid aus. Wir alle haben einen sehr grossen Verlust erlitten.»

Über die JU-AIR und die JU-52
Der Verein der Freunde der Schweizerischen Luftwaffe (VFL) führt mit der JU-AIR seit 1983 Flüge mit drei historischen JU-52 durch. Die JU-52 ist ein dreimotoriges Flugzeug, welches von den Dreissiger- bis in die Fünfzigerjahre von den Junkers-werken in Deutschland gebaut wurde.

Die Schweizerische Luftwaffe betrieb die JU-52 bis 1981. Nach deren Ausmusterung hat sich der Verein der Freunde der Schweizerischen Luftwaffe entschieden, drei Maschinen zu übernehmen und mit ihnen Flüge durchzuführen.

Die Maschinen der JU-AIR werden ausschliesslich durch sehr erfahrene Berufspiloten geflogen und durch eigene Techniker streng kontrolliert und gewartet. Seit 1983 hatte die JU-AIR keine Unfälle mit Verletzten zu verzeichnen.

Über die JU-52 «HB-HOT»
Die verunfallte Maschine wurde 1939 (vor 79 Jahren) gebaut und ist bis zum Unfall total 10’187 Stunden geflogen.

Die JU-52 wird nicht zuletzt wegen ihres hohen Alters technisch streng kontrolliert. Sie muss alle 35 Flugstunden gewartet werden. Ihre letzte reguläre Wartung fand sie Ende Juli statt.

Die letzte Jahresüberholung fand im vergangenen Winter statt. Es sind keine technischen Probleme mit diesem Flugzeug bekannt.

Über die Crew
Der Flug vom Samstag wurde durch zwei Flugkapitäne durchgeführt. Die beiden Piloten sind ehemalige Linienpiloten und Piloten der Schweizerischen Luftwaffe.

Der eine Kapitän war 62 Jahre alt und mehr als 30 Jahre lang Linienpilot. Er flog mehr als 30 Jahre bei Swissair und Swiss, zuletzt als Kapitän auf Airbus A330 und A340. Bei der Luftwaffe flog er insgesamt 28 Jahre als Militärpilot. Seit 2004 flog er regelmässig JU-52 der JU-AIR. Er hatte auf dem Muster bereits 943 Flugstunden und war damit einer der erfahrenen Piloten der JU-AIR. Er hinterlässt seine langjährige Lebenspartnerin.

Der zweite Kapitän war 63 Jahre alt und seit 2013 bei JU-AIR; er hatte 297 Stunden Flugerfahrung auf der JU-52. Er war 30 Jahre Militärpilot bei der Luftwaffe und mehr als 30 Jahre Linienpilot bei Swissair, Swiss und Edelweiss – zuletzt als Kapitän auf Airbus A330 und A340. Er hinterlässt seine Frau und zwei Söhne.

Unsere Flight Attendant war 66 alt und hatte mehr als 40 Jahre Erfahrung als Flight Attendant. Sie kam 2002 zur JU-AIR. Sie hinterlässt ihren Lebenspartner.

Über den Flug
Die verunglückte Maschine flog am Freitag, 3. August von Dübendorf nach Locarno. Es sind keine besonderen Vorkommnisse bekannt.
Am Samstag, 4. August um 16:10 Uhr startete die Maschine in Locarno zum Rückflug nach Dübendorf. An Bord befanden sich 14 Passagiere aus der Schweiz und drei aus Österreich, sowie die dreiköpfige Crew.
Die Piloten der JU-52 fliegen nach Sicht. Das heisst, sie navigieren nach Karten und halten vorgeschriebene Mindestflughöhen und Abstände von Wolken ein.
Die Route jedes Fluges wird vorher durch die Piloten geplant. Dabei spielen Wetter, Winde, Temperaturen und das Gewicht der Maschine eine Rolle. Wenn es die Bedingungen erfordern, wird der Flugweg angepasst, zum Beispiel, um Wolken auszuweichen.

Wie es am Piz Segnas zum tragischen Unglück kam, ist unklar. JU-AIR unterstützt die Untersuchungsbehörden nach Kräften. Niemand hat ein so grosses Interesse wie JU-AIR, dass die Ursachen aufgeklärt werden, damit ein solches Unglück nie wieder geschehen kann.

Kurt Waldmeier ist Flugkapitän und war 1982 Mitbegründer der JU-AIR, die er seither leitet. Er flog mehr als 5'000 Stunden auf der JU-52.

Kontakt:
JU-AIR Kommunikation
Christian Gartmann
079 355 78 78


Unfallmeldung 4.8.2018

Eine Ju-52 der JU-Air ist am Samstag, 4. August verunglückt. Das Team der JU-Air ist tief traurig und denkt an die Passagiere, die Crew und Familien und Freunde der Verunglückten.

 

Der Flugbetrieb der JU-Air ist bis auf weiteres eingestellt. Bereits gekaufte Tickets und Fluggutscheine behalten ihre Gültigkeit.


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